Über

Ich bin ein wandelndes Rätsel. Mal super gut drauf, eine echte Stimmungskanone. Und im nächsten Moment total nieder geschlagen, vom Leben gefrustet. Einer, der auf dem schmalen Grad zwischen Genie und Wahnsinn wandelt, aber nicht balancieren kann und darauf wartet abzustürzen.

Alter: 32
aus: 65428 Rüsselsheim
 
Schule: Anne-Frank-Schule in Raunheim


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Blog

Internet

Das Internet ist schon eine tolle Sache. Informationen sind in Sekunden schnelle überall abrufbar. Du brauchst keine Zeitung mehr, keinen Fernseher oder Radio. Du gehst einfach mit dem neusten Handy „On“, und kannst so bequem von der Bahn aus die neuesten Infos abrufen. Echt praktisch.

Du verwaltest Deine Freunde in Freundes listen, wie Pokale in einer Vitrine. Schau mal, wie viele Freunde Du hast! Mehr als jeder andere. Du kannst jederzeit mit ihnen plaudern, Neuigkeiten sofort austauschen. Einer ist immer online.

Und wenn nicht? Egal, dann findet sich jemand neues. Wozu Freundschaften pflegen? Man findet doch sofort neue Online. Echt praktisch. Und wenn Du keinen Bock mehr auf jemanden, dann sortierst Du ihn einfach aus. Ein Mausklick, und er / sie ist Geschichte.

Bock auf nacktes Fleisch? Warum sich noch die Mühe machen, und um eine Frau zu werben. Ein paar Mausklicks und „Zack“, hast Du jede Menge nackte Frauen. Und viele sind davon auch willig. Hoffst Du jedenfalls. Du brauchst Dich nicht mal anstrengen. Glaubst Du jedenfalls. Einfach eine kurze Nachricht, und das Date steht. Es ist noch nicht einmal Niveau notwendig, man muss nur Aufdringlich genug sein. Frechheit siegt. Irgendeine wird schon darauf anspringen. Also verbringst Du viele Stunden vor Deinem PC, auf der Suche nach dem schnellen Fick, angestachelt von den vielen Nackten Frauen.


Aber was ist das? Spürst Du es? Nein? Dann horch mal ganz tief in Dich hinein. Spürst Du es jetzt? Wann hast Du das letzte mal jemanden von Deinen „Freunden“ getroffen? Schon eine Weile her, oder?

Und worüber habt ihr gesprochen? Hab ihr euch über eure neusten Erlebnisse ausgetauscht? Dein letztes Missgeschick? Oder welche Frau Dein Interesse geweckt hat?

Ach ne, ich vergaß ja. Du suchst Dir Deine Nackedeis im Internet aus. Und wenn eine nicht will, egal. Dann schreibst Du die nächste an. Und wieder. Und wieder. Und immer wieder. Irgendeine wird auf Deine Plumpe Anmache schon hereinfallen. Aber redet ihr über so etwas?

Was ist mit der neuesten Fernsehsendung? Ach, ich vergaß. Darüber habt ihr schon vor einer Stunde miteinander gechattet.

Den neusten Mist, den die Regierung verzapft hat? Auch schon gechattet. Den neusten Witz? Schon per SMS an den kompletten Verteiler geschickt. Also sitzt ihr jetzt den ganzen Abend zusammen, und wechselt kein Wort miteinander. Weil ihr nichts mehr miteinander zu besprechen habt. Es ist bereits alles gesagt.

Stattdessen hockt ihr Still vor der Flimmerkiste und lasst euch berieseln. Stille. Vielleicht lacht ihr mal gemeinsam über das erbärmliche Leben anderer Leute, die sich in Reality Shows prostituieren. So holt Ihr euch euer Selbstwertgefühl zurück, in dem ihr euch daran erfreut, dass andere ein beschisseneres Leben hat als Ihr selbst hat. Wie Erbärmlich.


Ich höre wieder die Mikroben ficken.

1 Kommentar 3.2.09 19:15, kommentieren

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Muss ich mal sagen

Du lachst über andere, weil Du denkst alle seien gleich und hälst Dich selbst für die ganz große Ausnahme?

Dann musst DU auch über Dich selbst lachen. Ja, Du hast richtig gelesen: Du musst auch über Dich selbst lachen. Du wirst Dich jetzt sicher fragen: Wieso?

Das ist ganz einfach: Weil Du zu denen gehörst, die denken sie seien die große Ausnahme, nur weil sie nicht mit dem Strom schwimmen.

Aber Du gehörst auch zu einer Gruppe: Und zwar zudenen, die so denken. Das macht euch in der Gruppe alle gleich. Eine Kopie neben der anderen.Und dabei ist es egal, ob Du Hip Hop hörst oder nicht abhaben kannst, Deine Haare in den buntesten Farben färbst, eine Glatze und Springerstiefel mit weißen Schnürsenkelträgst, Dich nicht duschst oder Dich generell nicht säuberst. Du kannst andere aus Spaß oder Frust verprügeln, stehlen oder einfach keine Regeln beachten.

Ihr werdet nie anders sein. Denn es gibt keinen Standard, und in eurer Gruppe seid ihr alle gleich.

Du wirst jetzt sicher, zurecht, sagen: Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen. Eine abgedroschene Floskel.

Aber da ich zu den Leuten gehöre, die Glashäuser generell nicht betreten, kann ich das beruhigt schreiben.

27.10.08 20:43, kommentieren

Auf hoher See

Ich werfe jetzt einfach einmal die Seriösität über Bord und segel der guten Laune entgegen.

1 Kommentar 27.10.08 08:10, kommentieren

Erkenntnisse

Die schlimmste Erkenntnis ist nicht die, dass es vorbei ist. Nein, sondern die, warum es einen nichts ausmacht.

6.10.08 00:04, kommentieren

Liebe geht durch den Magen...

... wie war. Hätte nicht gedacht das es war ist. Sowohl im positiven, als auch im negativen...

1 Kommentar 29.9.08 22:40, kommentieren

Das Leben geniessen

Ich hasse es einfach. Man verspricht jemandem etwas. Etwas ganz einfaches, einfach nur einen schönen Tag. Einen Spaziergang. Man bereitet sich darauf vor, überlegt wo es hingehen könnte. Lange sucht, und etwas findet. Alles vorbereitet. Und dann ist das Wetter auch noch schön, und man freut sich um so mehr darauf.

Ich bin es leid. Den Menschen helfen zu wollen, sie auf andere Gedanken bringen zu wollen. Das sie ihre Sorgen vergessen und wieder gute Laune kriegen. Und für meine Bemühungen immer wieder mit Füßen getreten zu werden.

Warum mache ich es dann immer wieder? Weil ich einfach ein guter Mensch bin. Der leiden muss. Denn nur wer leidet, kann die seltenen, schönen Momente des Lebens wirklich geniessen.

2 Kommentare 27.9.08 23:08, kommentieren

Zur Rose und Krone

Gestern war es endlich soweit. Nach langer, und vor allem harter Arbeit, feierten wir die Premiere von dem Stück "zur Rose und Krone".

Um mal ein ein bekanntes Zitat zu nennen: "Alle hatten die Hosen voll. Nur ich nicht, bei mir lief es flüssig." So aufgeregt war ich noch nie vor einem Stück. War aber auch eine neue Situation für mich: Das erste mal das ich das komplette Stück auf der Bühne war. Ohne diese lästigen Auf und Abgäbge. Und die ersten Minuten dachte ich auch: "Oh mein Gott, was mache ich hier überhaupt? Worauf habe ich mich bloß eingelassen?"

Aber mit jedem Satz, jeder Aktion wurde besser. Und es hat einen riesen Spaß gemacht. Das sind die schönen Momente des Lebens. Wenn man andereMenschen unterhält, ihnen hilft für einen Augenblick ihre Sorgen zu vergessen, oder sie einfach nur zum lachen bringt. Das ist, wofür ich lebe.

Natürlich habe ich das große Glück, mit großartigen Menschen zusammen arbeiten zu dürfen, die einen auch wieder auffangen wenn es einem mal nicht so gut geht.

"Wenn das Theater eine Rose ist, dann ist der Applaus die Krone"

27.9.08 23:01, kommentieren